Trinkwasserinstallation

Der Trinkwasserinstallation in unseren Häusern wird in der Regel nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil, solange das Wasser stetig aus dem Wasserhahn läuft. Den meisten Nutzern ist nicht klar, dass Wasser ein Lebensmittel ist, an das gewisse hygienische Anforderungen gestellt werden. Dem Schutz des Trinkwassers wird vom Gesetzgeber eine immer größere Bedeutung beigemessen und der Betreiber der Anlage in die Pflicht genommen. Prinzipiell zielen zwei Regeln auf den „bestimmungsgemäßen Betrieb“ ab:

  1. Durch gewisse hygienische Maßnahmen muss sichergestellt sein,  dass vom Trinkwasser keine Gesundheitsgefahren durch Verunreinigungen oder Keime/ Bakterien ausgeht.
  2. Es muss jederzeit eine zuverlässige Funktion der Trinkwasseranlage gewährleistet sein.

Da die wenigsten Betreiber die für diese Punkte zuständige Norm DIN EN 806 Teil 5 kennen, ist es sinnvoll, sich hier durch einen Fachmann die erforderliche Hilfe zu holen. Weitere wichtige Wartungsarbeiten an der Hausinstallation sind auch in der VDMA 24186-6 aufgeführt.

Lüftungskonzept nach DIN 1946-6

In dieser DIN ist geregelt, dass bei jedem Neubau ein Lüftungskonzept zu erstellen ist. Gleiches gilt auch für Modernisierungen, wenn:

  • im MFH mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht werden
  • im EFH mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht bzw. mehr als 1/3 der Dachfläche abgedichtet werden

Das Lüftungskonzept soll sicherstellen, dass eine nutzerunabhängige Lüftung zum Feuchteschutz gegeben ist, um Schäden durch Schimmelbildung zu verhindern.

Durch das Lüftungskonzept wird nachgewiesen, ob die nutzerunabhängige Lüftung zum Feuchteschutz durch Infiltration sichergestellt ist oder ob andere Maßnahmen erforderlich sind.

„Die DIN 1946, Teil 6, vom Mai 2009 definiert die notwendigen Zu- und Abluftvolumenströme in Abhängigkeit der Flächen bzw. in Abhängigkeit der Nutzung (Küche, Bad, WC, etc.) und des Zustandes des Wärmeschutzes und stellt sicher, dass Lüftungsanlagen hygienisch, energetisch und schalltechnisch korrekt geplant, installiert und betrieben werden.“ ( Zitat SBZ 20/09)